Heimatpflege

Das Problem des Mülls ist nicht nur den Anwohnern in Küstennähe vorbehalten. Jeder aber wirklich jeder kann seinen Beitrag dazu steuern. Beginnend mit den Kauf von Kunststoff zu vermeiden und auf langelebige Produkte umzusteigen bis hin zu Mülltrennung.

Bei einer Radltour an der Isar ist mir aufgefallen das im ach so sauberen München , die Isar von Sonne tankenden Familien und feiernden Studenten zu gemüllt wird. Dabei will doch niemand von uns sich in einer Mülldiponie erholen.

Pappteller und Einmal-Besteck. Wegwerf-Grillschalen und Holzkohle wilder Grillfeuer. Servietten, Plastik-Tragetaschen und jede Menge Verpackungsmüll, von der Müsliriegel-Packung bis zur leeren Fischkonserve: Die grauen Kiesel am Flaucher sind übersät mit bunten Zeugen rauschender Feste, die am Samstag und Sonntag bei fast schon sommerlichen Temperaturen hier stattgefunden haben. Auch Glasscherben liegen zwischen den Steinen. Wer hier barfuß geht, riskiert ernsthafte Verletzungen.

Mit großem Aufwand ist die Isar in den vergangenen Jahren wieder naturnah gestaltet worden, und viele Münchner, die am Flaucher und im weiteren Verlauf des Flusses Erholung suchen, kennen das Problem: Von Jahr zu Jahr, so scheint es, wächst die Müll-Menge. Gewiss: Die Mehrzahl der Erholungssuchenden trägt den Abfall zu den Gitterboxen, die die Stadverwaltung aufgestellt hat. Doch die reichen an schönen Wochenenden nicht aus, und zudem gibt es Pfandflaschen-Sammler, die auf der Suche nach Flaschen die Körbe durchwühlen und den Inhalt meterweit im Umkreis verstreuen.

Zwar lässt das Baureferat die Abfallkörbe leeren und auch den Unrat von den Kiesbänken räumen, bevor das nächste Hochwasser ihn in die Isar spült, wo Plastiktüten zu tödlichen Fallen für Vögel und Kleinsäuger werden. Bis zu 15 Kubikmeter kamen im vergangenen Jahr nach schönen Wochenenden zusamen. Doch besonders präsent scheint das Thema im Prioritäten-Katalog der Behörde nicht zu sein: Den ganzen Montag lang sah sich das Referat nicht in der Lage, Auskunft zur aktuellen Situation zu erteilen.

Das Problem ist mir erst richtig deutlich geworden als Freunde mich mit zum Flusssurfen and der Floßlände oder Eisbach genommen haben. Hier stören oft plastikflaschen beim wellenreiten oder auch der Müll am Ufer beim hineingehen.

Die Isar kann spaß machen wenn man sie richtig pflegt, das gilt auch für unsere Seen.

 

 

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