DER MÜLL UND DAS MEER

So unendlich mögen die Weltmeere zunächst wirken, dass der Eindruck entsteht, sie seien unerschöpflich in ihrem Reichtum und unbegrenzt in ihrer Aufnahmefähigkeit.

WELTWEITES PROBLEM

Plastikmüll ist ein weltweites Problem und gefährdet in zunehmendem Maße unsere Meere und Küsten.

Von den jährlich bis zu 240 Millionen Tonnen produziertem Plastik landen nach Schätzungen des Umweltprogramms der Vereinten Nationen mehr als 6,4 Millionen Tonnen Müll in den Ozeanen.

Auf jedem Quadratkilometer der Wasseroberfläche treiben inzwischen bis zu 18.000 Plastikteile unterschiedlichster Größe

 

CHEMIKALIEN

Plastik ist im Meer nahezu unvergänglich, es zersetzt sich langsam über Jahrzehnte, manchmal Jahrhunderte und gibt so nach und nach kleinere Bruchstücke und Giftstoffe an die Umgebung ab.

Jüngste Arbeiten japanischer Forscher zeigten, dass bei den Zersetzungsprozessen gefährliche Chemikalien wie Bisphenol A, Phtalate oder Styrolverbindungen freigesetzt werden, die sich in der Nahrungskette anreichern und nachhaltig das Erbgut und den Hormonhaushalt mariner Lebewesen beeinflussen können.

VERURSACHER

Weltweit werden jährlich etwa 100.000 Mio. Tonnen Plastik produziert, wovon unglaubliche 10 Prozent in die Ozeane entsorgt werden.

Sehr viel Plastikmüll stammt von Schiffen oder Förderplattformen, der Rest landet direkt vom Festland in die Meere. Hierbei ist es unerheblich, ob man die deutsche Nordseeküste, das Mittelmeer oder die Küste vor Bangladesch in Augenschein nimmt.

Nahezu überall findet man alte Einkaufstüten, PET-Flaschen, Plastikfässer, Verpackungen aus Styropor, und sogar Reste von Fischfangnetzen aus Polypropylen vor.

LEIDEN DER TIERE

Die ökologischen Auswirkungen auf Seevögel wurden intensiv untersucht. So verwechseln Eissturmvögel Plastikteile mit Nahrung. Von 100 eingesammelten Plastikpartikeln wiesen 80 Prozent Schnabelabdrücke auf.

Die Vögel nehmen somit Plastikteilchen auf, die keinerlei Nährstoffe enthalten aber ein beständiges Sättigungsgefühl bei den Vögeln hervorrufen. Die Kondition und Fitness dieser Tiere wird beeinträchtigt und viele von ihnen verhungern, wieder anderen wird der Bauchraum perforiert und sie verbluten innerlich.

Untersuchungen des regionalen Meeresschutzabkommens OSPAR an verendeten Eissturmvögeln ergaben einen Durchschnittswert von 32 Plastikteilen in den Mägen.

                                         Plastic Planet

__________________________________________________________________________________________________________________________________

 

Keep it blue !

 

Jeder von uns kann helfen, die Meere sauberer zu machen – Meeresschutz fängt zu Hause an. Unser Konsum- und Wegwerfverhalten kann helfen, das Überleben der vielfältigen Meereswelt zu sichern.

Helfen Sie:

• Werfen Sie Müll nicht achtlos weg, sondern in den Mülleimer.

• Ändern Sie Ihr Konsumverhalten: Kaufen Sie nur langlebige Produkte. So schonen Sie wertvolle natürliche Ressourcen und vermeiden Müll. Nutzen Sie Mehrwegflaschen aus der Region und eigene Tragetaschen für den Einkauf.

• Trennen Sie Ihren Müll. Nur so ermöglichen Sie, dass z. B. Plastik überhaupt recycelt werden kann.



Sie sind Besucher Nr.

Eigene Webseite von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!